Schönheitsideale: wer sagt mir, ob ich schön bin?

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Schönheitsideale gibt es seit Tausenden von Jahren, doch verändern sie sich im Laufe der Zeit immer wieder aufs Neue. Schönheit und damit einhergehend der Wunsch, schön und attraktiv zu sein, sind also keine Erfindung der Moderne, sondern liegen in der Natur des Menschen. Doch wer definiert, was schön ist? Diese Frage ist seit jeher ein viel erforschtes und heiß diskutiertes Thema in der Wissenschaft. Zwar liegt Schönheit immer im Auge des Betrachters, was Attraktivität somit zu einem subjektiven Empfinden macht, doch gibt es laut Wissenschaftlern einige Merkmale, die in der allgemeinen Gesellschaft als besonders attraktiv wahrgenommen werden.

Schönheit im Wandel der Zeit

Bereits vor rund 3.000 haben unsere Vorfahren danach gestrebt, ihr Ideal von Schönheit zu erreichen. Die Ägypter hielten sich an strenge Diäten, um so schlank wie die wunderschöne Kleopatra zu sein, welche ihre Schönheit unter anderem regelmäßigen Bädern in Eselsmilch zu verdanken haben soll. Bei den Männern im antiken Griechenland galt ein athletischer Körper als besonders erstrebenswert, Frauen konnten gerne etwas fülliger sein. Im alten Rom versuchten die Menschen ihre Haare blond zu färben – in Anlehnung an die starken und stolzen Germanen.

Was einen schönen Frauenkörper ausmacht, wurde im Laufe der Jahrhunderte immer neu definiert: Im Mittelalter galten eine schlanke Figur und kleine Brüste als schön, im Barock eine Wespen-Taille und ein üppiges Dekolleté. Im letzten Jahrhundert gab es sowohl Zeiten, in denen Kurven absolut in waren – nicht zuletzt dank Marilyn Monroe – als auch Zeiten, in denen ein superschlanker Körper wie der vom Model Twiggy als Traumfigur galt.

Was in einer Gesellschaft gerade als schön gilt, ist somit immer abhängig vom Zeitgeist der jeweiligen Kultur. Wir leben heutzutage in einer sehr bunten und diversen Gesellschaft, weshalb es nicht verwunderlich ist, dass sich innerhalb einer Kultur verschiedene Schönheitsideale ausbilden können – besonders in einzelnen Szenen oder Subkulturen. Was wir als schön und attraktiv empfinden, wird somit auch von unserem Umfeld geprägt und kann sich dementsprechend ändern.

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Die Wissenschaft der Schönheit

Forscher beschäftigen sich bereits seit vielen Jahren mit der Frage, wie Schönheit definiert und empfunden wird. Es gibt zahlreiche Studien und Thesen, die sich mit der Wissenschaft von Schönheit und Attraktivität auseinandersetzen. Ein wichtiger Teilaspekt ist dabei die

Gesichtsattraktivität, doch spielen auch andere Teile des Körpers eine große Rolle. Für all diese Bereiche gilt, dass es bestimmte Parameter für das Schönheitsempfinden gibt, die universell und nahezu zeitlos sind. Dazu gehören unter anderem eine schöne Haut, kräftige Haare und ein angenehmer Geruch.

Ein wichtiger Parameter ist die Symmetrie: Ein Gesicht wird umso schöner empfunden, je symmetrischer es ist. Wissenschaftler haben sogar eine Formel entwickelt, um den Goldenen Schnitt der Schönheit zu berechnen: Der Abstand zwischen den Augen und Mund soll 36 Prozent der Gesichtslänge betragen, der Abstand zwischen den Augen 46 Prozent der Gesichtsbreite. Ein Gesicht wird laut Forschern außerdem umso attraktiver, je ausdrucksstärker ist. Vor allem ein Lächeln macht uns angeblich sofort schöner.

Studien konnten zudem belegen, dass es ein ideales Taillen-Hüft-Verhältnis gibt, das Menschen als besonders attraktiv empfinden und sowohl für Männer als auch für Frauen bei 0,7 liegt. Während bei Männern die Größe, der Oberkörper und ein markantes Kinn wichtige Attraktivitätsmerkmale sind, sind es bei Frauen lange Beine, volle Lippen und große Augen.

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Die Haut – das Schönheitsmerkmal schlechthin?

Die Haut spielte immer schon eine große Rolle, wenn es darum ging, Attraktivität zu bewerten. Vor rund 200 Jahren galt eine blasse Haut beispielsweise als besonders erstrebenswert, da sie ein Zeichen für Gesundheit und Wohlstand war. Eine gebräunte Haut war wiederum ein Hinweis für die häufige Arbeit im Freien und somit ein Indiz für eine untergeordnete Stellung. Heutzutage wird eine helle Porzellanhaut vorwiegend in ostasiatischen Ländern als schön empfunden, in der westlichen Gesellschaft hingegen eine gebräunte Haut.

Mehrere Studien belegen, dass die Haut ein wichtiges Merkmal ist, um Schönheit zu bewerten. Ein Grund dafür ist, dass wir bei einem Menschen unterbewusst Hinweise dafür suchen, wie gut dieser Mensch unsere Gene weitergeben kann. Die Haut ist dabei das wichtigste äußere Merkmal: Eine glatte und makellose Haut symbolisiert nämlich Jugendlichkeit und Gesundheit. Wenn die Haut prall und strahlend ist, wirkt man jugendlich und vital. Eine matte, faltige und hängende Haut wiederum wird als alt empfunden.

Sie entscheiden selbst, wie Sie Schönheit definieren

Man könnte stundenlang über Schönheit philosophieren, da dieses Thema sehr facettenreich ist und einem ständigen Wandel unterliegt. Der Wunsch, schön sein zu wollen, kann jedoch für einen starken gesellschaftlichen Druck sorgen – vor allem, wenn das gängige Schönheitsideal nicht dem persönlichen Empfinden von Schönheit entspricht. Es ist wichtig zu lernen, auf seine innere Stimme zu hören und sich sein persönliches Ideal festzulegen. Denn im Endeffekt zählt nur, wie wir uns in unserer eigenen Haut fühlen.

Lassen Sie sich nicht von anderen vorschreiben, ob Sie schön sind oder nicht – entscheiden Sie das selbst. Schönheit ist zudem machbar und wir können auf einige Faktoren kosmetisch Einfluss nehmen. Das bedeutet nicht automatisch eine extreme Veränderung, sondern man kann bereits mit kleinen Maßnahmen seine individuelle Schönheit unterstreichen und die Haut beispielsweise zum Strahlen bringen oder den Lippen etwas mehr Fülle verleihen.

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